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Windhundfreund
Ausgabe Februar/März, 296_2010
Letzte Coursingveranstaltung im alten Jahr

Karin Zwahlen

Titelseite: Windhundfreund Ausgabe Februar/März 296/2010

 

Die fünfte Ausgabe des Advent-Coursings wurde von Anfang an auf zwei Tage verteilt. Für den Samstag waren neun Azawakhs gemeldet sowie 28 Hunde ohne Lizenz.

Am Sonntag starteten die restlichen Rassen, gemäss Programm 21 Afghanen, sechs Barsoi, zwei Deerhounds, vier Galgo Español, drei Greyhounds, zwei ital. Windspiele, drei Magyar Agar, ein Pharao Hound zwei Podenco Ibicenco, 15 Saluki, zehn Sloughi sowie 42 Whippets. Bereits vor Meldeschluss musste der Club Azawakh Swiss verkünden, dass für den Sonntag keine Hunde mehr angenommen werden können. Etwas ganz neues war die Möglichkeit, im Vorfeld auf der eigens für das Advent Coursing eingerichteten Homepage nachlesen zu können, wer alles gemeldet hatte. Die Konkurrenz war also bereits bekannt. Die gestaffelte Einlieferung - Whippets ab 09:00 Uhr - wurde beibehalten, sie hat sich bewährt. Als Richter waren die Herren Kurt Müller und Kurt Allemann eingeladen. Selbstverständlich richteten diese die eigenen Rassen nicht. Der Parcour war mit 800 m, Hanglage sowie tiefem Boden mit recht hohem Bewuchs anspruchsvoll. Ein grosser Pluspunkt war unter anderem das Wetter. Es war nicht allzu kalt, so dass man es gut aushalten konnte, den Läufen etwas beizuwohnen. Der Parkplatz befand sich gleich im Anschluss an den Parcour. Gemäss Richteraussage, wurde der 1. Laufflüssiger durchlaufen als der zweite. Die endlos Hasenanlage von Urs Hunziker funktionierte beinahe perfekt und sorgte dafür, dass die Läufe problemlos durchgezogen werden konnten. Patrik Meier am Hasenzug leistete ein enormes Pensum, indem er alle Läufe alleine gezogen hat und auch am Ende des Anlasses noch gut gelaunt war. Die Verpflegung wurde wie immer bestens durch das Restaurant Alpenblick gewährleistet. Der Saal platzte aus allen Nähten, Platzangst durfte man da nicht haben. Nach Beendigung des Coursing traf man sich wieder dort bei Kaffee und Kuchen, und um auf die Siegerehrung zu warten. Diese wurde durch Hansueli Beer abgehalten. Für jeden gemeldeten Hund wurde wieder Prosecco abgegeben. Es gab Tische, auf denen stapelten sich die Flaschen beinahe. Jeder Rassesieger wurde zusätzlich mit einem Spezialpreis geehrt. Es waren dies:

Azawakh Waccera Kel Dahoussahaq, Burkhard 50 P.
Afghanen Zajim Paschdou's, Müller 52 P.
Barsoi Haryna Wolfskaia, Statti 50 P.
Deerhound Balu vom Kellinger, Kühne 49 P.
Galgo Español Romanow's Carlita, Müller 52 P.
Greyhound Rosalie of Goldenqueen, Gualeni 53 P. (Tagesbeste)
Ital. Windspiel Adelchi's Benjamino, von Bergen 50 P.
Magyar Agar Almos Dévay, Haldeman 44 P.
Pharao Hound Devotion Northgate's, Zürcher 44 P.
Podenco Ibicenco Bright Bianca, Zürcher 46 P.
Saluki Hassemy Nafeesa Jumana Al Asmaanii, Schmid 51 P.
Sloughi Imran Schuru-esch-Schams, Mothersill 48 P.
Whippet Starlight of Goldenblue, Bänziger 52 P.

Alle sechs Lizenzprüflinge - zwei Barsoi, ein Magyar Agar, ein Sloughi sowie zwei Whippets - haben bestanden. Es gab keine nennenswerten Blessuren. Die Stimmung war wiederum sehr gut. Bestimmt wird das Advent-Coursing auch im 2010 gut besucht werden. Also dran denken... und frühzeitig melden.

 

Windhundfreund
Ausgabe Februar/März, 290_2009
Sonne und Schnee am Advent-Coursing

Karin Zwahlen

Windhundfreund, Advent-Coursing

Bereits zum vierten Mal fand das Advent Coursing in Gunterswilen statt. Der Anlass hat sich als fester Bestandteil des Schweizer Veranstaltungskalenders etabliert. Und wie - knapp 150 Meldungen sind dafür eingegangen und brachten den Veranstalter, den Club Azawakh Swiss, in Entscheidungsnöte. 30 Hunde abweisen? Jedem Club blutet dabei das Herz.

Man entschied sich, die Rassen Azawakh (20) und Magyar Agar (7) bereits am Samstag zu ziehen. Die Hundebesitzer, sowie der Richter sagten spontan zu.

Am Sonntag liefen 18 Afghanen, sieben Barsois, acht Galgos, vier Greyhounds, ein Pharaoh Hound, ein Podenco Ibicenco, 14 Sakukis (Club-Coursing), acht Sloughis, 35 Whippets sowie 21 Hunde ohne Lizenz verschiedener Rassen mit seperater Rangliste. Zehn Hunde waren zur Lizenz angemeldet. Um es vorweg zu nehmen; alle bestanden die Prüfung.

Für die Whippetbesitzer war, wie bereits im Vorjahr, eine spätere Einlieferung ab 09:00 Uhr bis 09:30 Uhr vorgesehen. Dies wurde dankbar angenommen. Unabhängig davon begannen bereits die Läufe der Afghanen. Der Parcour - mit einer Länge von 600m - schneebedeckt und recht anspruchsvoll. Die leichte Hanglage stellte an die Kondition der Hunde recht hohe Anforderungen. Dies besonders im zweiten Lauf, als das Gelände durch die Sonneneinstrahlung doch ziemlich tief wurde.

Als Richterin amtete neben Thomas Kühne, Brigitte Suligoi. Beide waren zufrieden mit der Kondition der Hunde, vor allem auch mit der der Senioren. Suligoi merkte an, dass in Bezug auf die Kondition der Unterschied zu den Unlizenzierten Hunde erkennbar war.

Die ersten Läufe waren bereits um 11:30 Uhr abgeschlossen und man traf sich im Restaurant zum Mittagessen. Viele - in Erinnerung an die letztjährige klirrende Kälte - zu warm angezogene Hundebesitzer dampften dabei leise vor sich hin. Um ca. 14:00 Uhr wurden die Hunde zum zweiten Umgang aufgerufen. Auch dieser verlief praktisch pannenfrei und zügig. Die Siegerehrung wurde wie immer im Saal des Restaurant Alpenblick abgehalten. Der Präsident des CAS, Hansueli Beer, dankte allen Helfern, inbesondere Monika Kessler, die dafür sorgte, dass auch beim vierten Coursing ein neues Gelände zur Verfügung stand. Für jeden Hund gab es eine Flasche Prosecco, passend für die anstehenden Festtage. Zusätzlich sponserte Monika Kessler einen Spezialpreis für alle Rassenbesten.

Es war ein toller Tag bei bestem Wetter. Einige Hunde absolvierten ihr letztes Coursing - Neulizenzierte stehen aber bereits in den Startlöchern. Eines steht fest, der Coursingsport wird so schnell nicht aussterben. Gott sei dank, denn Veranstaltungen wie diese machen eindeutig Lust auf mehr.

 


 

Thurgauer Zeitung

Kreuzlingen, Dienstag, 27.11.2007

© Thurgauer Zeitung

 

Ein Hasenfell bringt pure Freude

Monika und Yvonne beim starten ihrer Hunde

 

136 Hunde jagten am Sonntag in Gunterswilen hinter einem Hasenfell her. Immer zu zweien, rund 850 Meter. Atemberaubend schön und schnell.

Gunterswilen/Wäldi – Bei bissiger Kälte, dem stürmischen Wind auf dem grossen freien Landstück bei Gunterswilen ausgesetzt, gingen 96 lizenzierte Windhunde und 40 unlizenzierte und andere Rassen an den Start des dritten Nationalen Advent-Coursing. Veranstalter war der Club Azawakh Swiss (CAS). Erfreut über die grosse Teilnehmerzahl waren die Leiter Monika Kessler und Hansueli Beer. Der Austragungsort bei Gunterswilen und die Infrastruktur mit dem Restaurant Alpenblick, fünf Minuten vom Wettkampfgelände entfernt, wurde als ideal bezeichnet. Die Macht der Natur war hier spürbar – ebenso wie die Lust der Hunde auf Leistung, auf Jagd und die Freude der Hundehalter an ihren Lieblingen.
Windhunde sind Hetzhunde. Die hochläufigen, schlanken Hunde verfolgen das Wild nach der Fährte, in diesem Fall ein echtes Hasenfell, das mit einem Hasenzuggerät über das leicht kupierte Wiesengelände gezogen wurde. Die Witterung stimmte die Hunde fröhlich. Am besten arbeiten sie zu zweit, obwohl sie von Natur aus alleine jagen. Deshalb gingen auch immer zwei Hunde an den Start. Es sind liebenswerte überlegene Tiere und sie reagieren gut auf liebevolle Behandlung und gutes Zureden.
Eifrige Hunde
Vor dem Start, zu je zwei Läufen pro Hundeteam am Sonntagmorgen um 9 Uhr, mussten die Hunde zur tierärztlichen Kontrolle gebracht werden. Die Wettläufe verteilten sich auf den ganzen Tag und dauerten bis 16 Uhr. Den Hunden haftete der Anschein an, als hätten sie schon ewige Zeiten auf diesen Moment des Starts gewartet. Bewertet werden die Geschwindigkeit, der Arbeitseifer, die Geschicklichkeit beim Einholen und Überholen, die Ausdauer und der Fang des Hasenfelles. Hunde, die im Eifer des Gefechts rempeln, also den anderen Hund angreifen, werden disqualifiziert.
Die cleveren Tiere lernen schnell zu tricksen, und so mancher Zuschauer freute sich über das kluge Zusammenspiel der einzelnen Hundeteams. Das Tragen eines Maulkorbes ist wichtig, um am Ende dem Hund das Hasenfell wieder wegzunehmen, denn so ganz freiwillig gibt er seine Beute nicht her. Beim Wettbewerb können im ersten Lauf maximal 14 Punkte, im zweiten Lauf 17 Punkte erreicht werden. Dazu kann es noch Bonuspunkte geben. Im Maximum können 32 Punkte erzielt werden. «Die Kondition der Hunde ist wichtig. Heute ist der Boden im Gelände sehr schwer, obwohl das Gelände hier sehr schön ist. Mir fehlt einzig ein Hindernis im Parcours», erklärte Marlies Müller aus Rheinsulz, ein Urgestein der Windhundszene.
lMARGRITH PFISTER-KÜBLER
Erfolge auch in der Region

Bei den Azawakh in der Kategorie Rüde siegte Uazerraf kel Tarbanassen von Monika Kessler aus Gunterswilen. Ebenfalls in der Kategorie Rüde aber bei den Whippet belegte Yaro Romanow’s von Vreni Müller aus Schönholzerswilen den ersten Rang. Der Grosspudel Anuk von Irene Bendheimer aus Gunterswilen siegte schliesslich in der Kategorie der unlizenzierten Rüden. (kü)